Einschlaghülsen
Häufig gestellte Fragen
Einschlaghülsen halten Ihre Pfosten fest im Boden – ohne Beton, ohne Aushärten, in wenigen Minuten. Im Sortiment finden Sie die DMX-Serie PSG aus feuerverzinktem Stahl für Vierkantpfosten von 45 bis 120 mm sowie eine verstellbare Variante für Pfosten von 70 bis 120 mm. Alle Hülsen bestehen aus feuerverzinktem Konstruktionsstahl S235 und unterscheiden sich vor allem in Pfostenbreite und Einschlagtiefe (550–900 mm).
Was sind Einschlaghülsen?
Eine Einschlaghülse ist ein Stahlprofil mit Spitze, das direkt in den Boden gerammt wird und einen Pfosten aufnimmt, ohne dass ein Betonfundament nötig ist. Sie besteht aus zwei fest miteinander verschweißten Teilen: dem Topf, der den Pfosten aufnimmt, und dem Erdanker (Spieß), der die Hülse fest im Erdreich verankert. Das Material ist feuerverzinkter Stahl mit hohem Langzeit-Korrosionsschutz. Der Pfosten wird in den Topf gestellt, ausgerichtet und verschraubt. Weil das Holz auf Abstand zum Erdreich sitzt, hat es keinen dauernden Kontakt mit Feuchtigkeit – das verlängert die Lebensdauer spürbar.
Andere Bezeichnungen für dasselbe Produkt sind Einschlagbodenhülse, Bodeneinschlaghülse, Bodenanker zum Einschlagen oder Pfostenträger zum Einschlagen. Gemeint ist immer die gleiche Lösung: schnelle, betonfreie Verankerung von Pfosten im gewachsenen Boden.
Für wen und wofür eignen sich Einschlaghülsen?
Einschlaghülsen sind die schnelle Alternative zum Einbetonieren – ideal überall dort, wo Sie flexibel und ohne Baustelle arbeiten wollen. Typische Anwendungen:
- Zäune und Sichtschutz – Holzzaun, Lamellen- und Staketenzaun, Sichtschutzwände
- Gartentore und Pergolen – leichte bis mittlere Holzkonstruktionen
- Carports und Terrassenüberdachungen – mit den größeren Modellen (100–120 mm)
- Garten- und Freizeitbauten – Rankgerüste, Spielgeräte, Unterstände
Für runde Zaunpfähle oder Maschendrahtzaun sind runde Hülsen gedacht – die DMX-Serie PSG ist für Vierkantpfosten aus Holz ausgelegt. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob Ihr Pfosten quadratisch ist.
Welche Größe brauche ich? (Pfostenmaß → Modell)
Messen Sie zuerst die Kantenlänge Ihres Pfostens – die Pfostenbreite der Hülse muss dazu passen. Als Orientierung:
| Pfosten (Kantenmaß) | Empfohlenes Modell | Einschlagtiefe |
|---|---|---|
| bis ca. 4,5 × 4,5 cm (Latten, dünne Pfähle) | PSG 45/550 | 550 mm |
| 7 × 7 cm (leichte Zaunpfosten) | PSG 70/750 | 750 mm |
| 9 × 9 cm (Standard-Garten- und Zaunpfosten) | PSG 90/750 | 750 mm |
| 10 × 10 cm (Carport, Pergola) | PSG 100/900 | 900 mm |
| 12 × 12 cm (schwere Pfosten) | PSG 120/900 | 900 mm |
| 7–12 cm variabel / unregelmäßig | PSGR 70-120 verstellbar | 700 mm |
Faustregel: je höher und windexponierter die Konstruktion, desto größer und tiefer die Hülse. Für einen niedrigen Gartenzaun reicht 7×7, für Carport oder hohen Sichtschutz greifen Sie zu 10×10 oder 12×12.
Modellübersicht
Alle Modelle: feuerverzinkter Konstruktionsstahl S235, Farbe Silber, Aufnahme für quadratische Pfosten, mit vier Befestigungslöchern für die Verschraubung.
| Modell | Pfostenbreite | Einschlagtiefe | Wandstärke | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| PSG 45/550 | 45 mm | 550 mm | 1,5 mm | kompakt, für Latten und dünne Pfosten |
| PSG 70/750 | 70 mm | 750 mm | – | beliebte Zaungröße 7×7 |
| PSG 90/750 | 90 mm | 750 mm | 1,8 mm | Standardgröße 9×9 |
| PSG 100/900 | 100 mm | 900 mm | – | tief gesetzt, für Carport/Pergola |
| PSG 120/900 | 120 mm | 900 mm | – | schwere Lasten, 12×12 |
| PSGR 70-120 | 70–120 mm | 700 mm | 2,0 mm | verstellbare U-Aufnahme |
Als Zubehör bieten wir das passende Einschlagwerkzeug WD 70 / WD 90 – eine Kunststoff-Schlagkappe, die beim Setzen den Hülsenrand schützt.
Wie schlägt man Einschlaghülsen gerade ein? (Anleitung)
Der wichtigste Punkt ist eine gerade Ausrichtung von Anfang an – schräg gesetzte Hülsen lassen sich später kaum korrigieren. So gehen Sie vor:
- Setzwerkzeug aufsetzen. Stecken Sie die Schlagkappe (WD 70 bzw. WD 90) in die Hülse. So schlagen Sie nie direkt auf den Stahlrand.
- Ansetzen und erste Schläge. Positionieren Sie die Hülse senkrecht und treiben Sie sie mit einem Vorschlaghammer 10–15 cm in den Boden.
- Wasserwaage anlegen. Prüfen Sie nach jedem Abschnitt die Senkrechte an zwei Seiten und korrigieren Sie sofort.
- Bis zum Kragen einschlagen. Treiben Sie die Hülse ein, bis die Aufnahme knapp über dem Boden sitzt.
- Pfosten einsetzen, ausrichten, verschrauben. Stellen Sie den Pfosten in die Aufnahme, richten Sie ihn waagerecht aus und fixieren Sie ihn durch die vier Löcher – empfohlen sind CTO-Holzschrauben Ø8 oder Ø10 bzw. PWD Ø10.
Harter oder steiniger Boden: Stechen Sie bei Bedarf mit einer Eisenstange ein Führungsloch vor – etwa 2/3 der Ankerlänge tief – oder entfernen Sie Steine. Trifft die Spitze auf einen Stein, verläuft die Hülse – nicht stur weiterschlagen, sondern neu ansetzen.
Wie tief müssen Einschlaghülsen in den Boden?
Die Hülse wird auf voller Länge eingeschlagen – je nach Modell also 550 bis 900 mm, bis nur noch die Pfostenaufnahme über dem Boden steht. Diese Tiefe sorgt für den Halt; einen zusätzlichen Aushub brauchen Sie nicht. Grundsatz: größere und höhere Konstruktionen brauchen die tiefer setzenden Modelle (900 mm).
Soll man Einschlaghülsen einbetonieren?
Nein – Einschlaghülsen sind für den betonfreien Einsatz konzipiert. Genau das ist ihr Vorteil: kein Anmischen, kein Aushärten, sofort belastbar. In sehr lockerem Sandboden kann eine Betonschürze am Kragen zusätzliche Stabilität geben; für feste, gewachsene Böden ist das aber nicht nötig. Wer ohnehin betonieren möchte, ist mit einem Pfostenträger zum Einbetonieren besser bedient.
Wie belastbar und sturmsicher sind Einschlaghülsen?
Die Stabilität hängt von drei Faktoren ab: der passenden Größe zum Pfosten, der Einschlagtiefe und der Bodenart. Die DMX-Modelle haben mit 1,5 bis 2,0 mm Wandstärke und bis zu 900 mm Tiefe Reserven für statische und dynamische Lasten. Für windexponierte Flächen wie Sichtschutz oder Carport gilt: lieber eine Nummer größer wählen und den Pfosten sauber verschrauben – so bleibt die Konstruktion auch bei Sturm stabil.
Einschlaghülsen wieder entfernen
Muss eine Hülse weichen, lockern Sie sie durch seitliches Hebeln und Wackeln und ziehen sie mit einem langen Hebel heraus; bei tief sitzenden Hülsen hilft es, rundum etwas Erde abzutragen. Ein festes Wiederverwenden ist möglich, solange der Rand nicht verformt ist – ein weiteres Argument dafür, immer mit dem Setzwerkzeug zu arbeiten.
Häufigste Fehler beim Einschlagen
Diese Fehler kosten am Ende Zeit und Halt – sie lassen sich alle leicht vermeiden:
- Ohne Setzwerkzeug direkt auf Hülse oder Pfosten schlagen. Der Hülsenrand verformt sich und der Holzpfosten kann splittern. Nutzen Sie immer die Schlagkappe WD 70/90.
- Die Senkrechte nicht laufend prüfen. Eine anfangs kleine Schräge verstärkt sich mit jedem Zentimeter Tiefe – am Ende steht der Pfosten schief.
- Falsche Größe gewählt. Ist der Pfosten kleiner als die Aufnahme, wackelt er; ist er größer, passt er nicht. Erst messen, dann bestellen.
- In steinigem Boden stur weitertreiben. Die Hülse verläuft am Stein oder knickt. Stein entfernen oder neu ansetzen.
- Pfosten nur einstecken, nicht verschrauben. Bei Wind und Last hebt oder dreht er sich. Immer durch alle vier Löcher verschrauben.
- Hülse zu flach gesetzt. Steht der Kragen zu weit über dem Boden, entsteht ein Hebel und die Konstruktion wackelt. Bis zum Kragen einschlagen.
Pflege und Haltbarkeit
Die Feuerverzinkung wird durch Tauchen in geschmolzenes Zink bei rund 450 °C aufgebracht und erreicht eine Schichtdicke von 80–90 μm (mindestens 60 μm). Sie dringt tief in die Stahlstruktur ein und schützt dauerhaft gegen Rost – auch bei ständigem Kontakt mit Feuchtigkeit und Frost. Eine gesonderte Wartung ist nicht nötig; auf Wunsch lässt sich die verzinkte Oberfläche mit Dekorfarbe überstreichen.
Garantie und Lieferung
Sie kaufen direkt beim Hersteller Domax – geprüfte Qualität ab Werk. Der Versand erfolgt am nächsten Werktag, ab 60 € liefern wir versandkostenfrei. Für größere Zaun- oder Bauprojekte lohnen sich unsere Mengenrabatte im Umkarton (z. B. PSG 90/750 im 6er-Karton, PSG 45/550 im 20er-Karton) mit zusätzlichem Preisvorteil.
Was Sie bei uns finden – und woanders selten
- Passendes Setzwerkzeug im Sortiment (WD 70/90) – schützt den Hülsenrand; viele Ratgeber verschweigen, wie schnell er sonst verformt.
- Eine verstellbare Einschlaghülse (PSGR 70-120) für Pfosten von 7 bis 12 cm – ein Modell statt fünf Größen auf Lager.
- Klar benannter Korrosionsschutz: 80–90 μm Feuerverzinkung, nicht nur „verzinkt".
- Benannte Schrauben (CTO Ø8/Ø10, PWD Ø10) statt „irgendeiner" Verschraubung.
- Ehrliche Beratung: quadratische Hülsen für Vierkantholz – für runde Pfähle oder Maschendraht sagen wir Ihnen das vor dem Kauf.
- Direkt vom Hersteller mit Mengenrabatt – planbar für ganze Zaunprojekte.



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