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Pfostenträger zum aufdübeln

Häufig gestellte Fragen

Ja, das ist der übliche Weg bei fertigem Untergrund. Der Beton muss ausgehärtet und tragfähig sein; die Verbindung hängt am Dübel oder an der Betonschraube.

Pfostenträger, die auf fertigen Beton gedübelt werden – kein Fundament gießen, kein Aushärten abwarten. Sechs Bauformen für Pfosten von 35 bis 200 mm, mit Tragfähigkeiten von 7,6 bis 225,6 kN.

Aufdübeln oder einbetonieren – was ist richtig?

Aufdübeln setzt einen tragfähigen Beton voraus, der schon da ist. Wenn Sie Terrasse, Bodenplatte oder Fundamentkörper bereits haben, ist Aufdübeln der schnellere und in der Regel günstigere Weg.

AufdübelnEinbetonieren
Voraussetzungausgehärteter Beton vorhandenFundament wird neu gegossen
ZeitaufwandBohren, Dübeln, fertigAushub, Schalung, Beton, Aushärtezeit
KorrekturTräger lässt sich lösen und versetzennach dem Abbinden nicht mehr möglich
Positionsgenauigkeitexakt, weil am fertigen Untergrund gemessenAnker muss vorher richtig sitzen
GrenzeTragfähigkeit hängt am Untergrund und am DübelVerankerung im Beton, unabhängig von Dübeln

Der wichtigste Unterschied ist nicht die Tragfähigkeit des Trägers, sondern wovon sie abhängt. Beim Einbetonieren steckt der Anker im Beton. Beim Aufdübeln hängt die ganze Verbindung an den Dübeln oder Betonschrauben – und damit an der Qualität und Dicke des Untergrunds.

Wenn Sie erst noch gießen müssen, lohnt der Blick auf die Pfostenträger zum Einbetonieren.

Welche Bauform brauche ich?

BauformPrinzipPfostenTypische Anwendung
Für Vierkantpfostengeschlossene Hülse auf Grundplatte70–200 mmStandardfall bei quadratischen Pfosten
Rundrunde Aufnahmebis 38 mm bis 140 mmRundholz, Schirmständer, Stangen
U-FormU-Profil, oben offen45–200 mmBalken, Träger, schwere Konstruktionen
C-Formseitlich offen45–200 mmnachträgliche Montage, enge Ecken
L-Formeinseitig anliegender Winkel45–200 mmZaunpfosten, Montage auf L-Steinen
Verdeckte BefestigungBeschlag sitzt im Holz80–140 mmSichtkonstruktion, Schwerlast

Dazu kommen die verstellbaren Anker – Reihen mit Gewinde oder Schiebeführung, bei denen sich Höhe oder Breite nach dem Setzen noch korrigieren lässt.

Die Bauform entscheidet über zwei Dinge: wie viel Führung der Pfosten bekommt und von welcher Seite Sie später noch herankommen. Eine geschlossene Hülse führt am besten, ein L-Winkel gar nicht, C und U liegen dazwischen.

Wie viel halten die Bauformen aus?

Die Spannen zeigen den Bereich über alle Modelle und Größen der jeweiligen Unterkategorie. Maßgebend ist immer der kleinere Wert – Holz als charakteristischer Wert NRk,w, Stahl als Bemessungswert NRd,s, für eine komplette Verbindung mit einem Verbinder.

BauformNRd,V HolzNRd,V StahlNRd,H1 StahlNRd,H2 Stahl
Für Vierkantpfosten13,4 – 1621,6 – 43,25,7 – 2911,2 – 34,6
Rund13,4 – 15,121,6 – 360,8 – 30,821,8 – 30,8
U-Form11,6 – 319,436 – 225,60,5 – 3,73,5 – 19,1
C-Form4,7 – 167,6 – 43,20,5 – 18,46,9 – 26,2
L-Form4,9 – 16360,2 – 0,93 – 14,8
Verdeckte Befestigung70,6 – 190,266 – 129,30,54 – 0,8413,7 – 32,8

Aus dieser Übersicht lassen sich drei Regeln ableiten:

  • Für senkrechte Lasten sind U-Form und verdeckte Befestigung die stärksten Bauformen. Sie erreichen ein Vielfaches der übrigen – bis 225,6 kN auf der Stahlseite gegenüber 36 bis 43,2 kN.
  • Für horizontale Lasten ist es genau umgekehrt. Gerade die tragfähigsten Reihen liegen bei NRd,H1 unter 4 kN. Wer eine Konstruktion seitlich belastet, braucht entweder die Bauformen für Vierkantpfosten und rund – oder eine Aussteifung durch Kopfbänder, Rahmen oder Scheiben.
  • L-Form ist die leichteste Bauform. Sie führt den Pfosten nur an einer Seite und ist für Zäune und leichte Aufbauten gedacht, nicht für tragende Stützen.

Die Werte für jedes einzelne Modell stehen auf den Unterseiten und auf den Produktseiten.

Welche Dübel und Schrauben brauche ich?

Das ist die Frage, an der beim Aufdübeln am meisten hängt – der Träger ist nie schwächer als das, womit er im Beton steckt.

Domax gibt für die Träger dieser Branche drei Befestigungswege in den Beton an:

BefestigungWofür
Ringanker PBK M10 / M12Standardweg für PSP, PSPD, PSPW, PSPA, PSPN, PMF; für PUW ausdrücklich M12
Betonschraube PBW ø10,5die schnellere Variante, ohne Dübel direkt ins gebohrte Loch
Betonschraube PBW ø7,5für die leichten Träger, etwa den Schirmständer PDP

Für die Verbindung ins Holz gelten:

BefestigungWofür
CTO ø10 und PWD ø10Holzschrauben für die meisten Reihen
Set PNPbei PUW, PSP, PSPD, PSPW und PSPA
Holzschrauben ø6zusätzlich bei PMF

Drei Punkte, die in der Praxis den Unterschied machen:

Nutzen Sie alle Löcher. Sämtliche Tragfähigkeitsangaben gelten für die vollständige Befestigung. Zwei von sechs Schrauben ergeben nicht ein Drittel der Tragfähigkeit, sondern einen unbestimmten Wert.

Blasen Sie das Bohrloch aus. Bohrmehl im Loch kostet Auszugskraft, und zwar erheblich. Ausbläser oder Bürste gehören zum Werkzeug.

Richten Sie sich beim Randabstand nach dem Dübelhersteller. Wie nah Sie an eine Betonkante heran dürfen, steht in der Zulassung des Dübels oder der Betonschraube – nicht am Pfostenträger. Ein zu kleiner Randabstand lässt den Beton ausbrechen, bevor der Dübel seine Last erreicht.

Welcher Untergrund trägt?

Aufdübeln braucht Masse unter dem Dübel. Der Beton muss ausgehärtet, tragfähig und dick genug für die gewählte Verankerungstiefe sein.

  • Fundament, Bodenplatte, Betonsockel – der Regelfall, hier funktioniert jede Reihe.
  • Betonpflaster und Terrassenplatten – kritisch. Eine einzelne Platte auf Splitt trägt keinen Pfosten, egal wie stark der Träger ist. Hier gehört ein Fundamentkörper unter die Stelle.
  • L-Steine und Winkelstützen – dafür ist besonders die L-Form gedacht, die seitlich an der Betonwange sitzt. Prüfen Sie Wandstärke und Randabstand.
  • Estrich – trägt in der Regel nicht. Der Dübel muss den tragenden Untergrund darunter erreichen.

Im Zweifel gilt: Nicht der Pfostenträger ist die Grenze, sondern das, worin er sitzt.

Bevor Sie bestellen

  1. Messen Sie den Pfosten nach, nicht das Nennmaß. Ein 9×9-Pfosten hat selten exakt 90 mm; die Aufnahmen sind mit 91 mm ausgelegt, aber gehobeltes und sägeraues Holz unterscheiden sich.
  2. Klären Sie die Lastrichtung. Senkrecht ist fast jede Reihe stark; seitlich unterscheiden sich die Bauformen um den Faktor 50.
  3. Prüfen Sie die Farbe für Ihre Größe. Schwarz und Anthrazit gibt es nur bei einzelnen Reihen und meist nur bis 120 mm.

Wie das Aufdübeln Schritt für Schritt abläuft, zeigen wir im Beitrag Wie befestigt man einen Pfostenträger am Beton.

Welche Bauform für welches Projekt?

ProjektEmpfohlene BauformWarum
Pergola, Carport, TerrassenüberdachungFür Vierkantpfosten oder U-Formhohe Vertikallast, gute Führung
Zaun, Sichtschutz, LattenkonstruktionL-Formleicht, günstig, schnell in Serie zu setzen
Zaun auf L-Steinen oder WinkelstützenL-Formliegt seitlich an der Betonwange an
Rundholz, Stangen, SchirmRundrunde Aufnahme von unter 38 bis 140 mm
Sichtbare Stütze im WohnbereichVerdeckte BefestigungBeschlag verschwindet im Holz
Tragende Stütze, schwere ÜberdachungVerdeckte Befestigung oder U-Formdie höchsten Werte des Sortiments
Nachträgliche Montage am stehenden PfostenC-Formoffene Seite bleibt zugänglich
Unebener Untergrund, Höhe muss stimmenVerstellbare AnkerGewinde oder Schiebeführung

Bei mehreren Pfosten in einer Reihe zählt noch etwas anderes als die Tragfähigkeit: wie schnell sich der Träger setzen lässt. Reihen mit Klemmen oder ohne Vorbohren im Holz sparen bei zwanzig Zaunpfosten mehr Zeit, als der Preisunterschied ausmacht.

Korrosionsschutz im Überblick

SchutzEigenschaftWo im Sortiment
feuerverzinktdickste Zinkschicht, für Außen und FeuchtePSP, PSPD, PSPN, PMF, PST, PUW
galvanisch verzinktglatter, gleichmäßiger, dünnerPSPW, PSPA, PSD, PR, PSR
DX51D + Z275 / Z275MACsendzimirverzinktes Blech, MAC-Variante mit Magnesium und AluminiumPSC, PSB, PSK, PSOL, PSP DX
pulverbeschichtetSchwarz oder Anthrazit über der VerzinkungPSPD, PSPW, PSP, PMF
KTL-BeschichtungKataphorese, nur auf den GewindereihenPR, PSR

Für dauerhaft nasse Einbaulagen ist die Feuerverzinkung die erste Wahl. Pulverbeschichtete Träger sind eine Frage der Optik – schützen tut darunter weiterhin das Zink.

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