U-Pfostenträger zum Einbetonieren
Häufig gestellte Fragen
U-Pfostenträger zum Einbetonieren aus feuerverzinktem Konstruktionsstahl S235 – sechs Modellreihen für Pfostenbreiten von 45 bis 160 mm, verstellbar bis 200 mm. Alle Reihen mit ETA-geprüfter Tragfähigkeit, wahlweise mit Balkenauflage, Mehrpunktverankerung oder 500-mm-Anker für tiefe Fundamente.
Was ist ein U-Pfostenträger?
Ein U-Pfostenträger ist eine U-förmige Stahlaufnahme mit angeschweißtem Anker, die in den frischen Beton gesetzt wird und den Holzpfosten von zwei Seiten umfasst. Die beiden Schenkel führen den Pfosten und halten ihn senkrecht, der Anker verbindet die Aufnahme dauerhaft mit dem Fundament.
Entscheidend ist der Abstand nach unten: Der Pfosten steht nicht auf dem Beton, sondern über ihm. Diese Fuge unterbricht den kapillaren Wasseraufstieg – das Hirnholz bleibt trocken und fault deutlich langsamer als ein direkt eingegossener Pfosten. Im deutschen Sprachgebrauch finden Sie dasselbe Bauteil auch als Pfostenanker U-Form, U-Stützenschuh, U-Pfostenhalter oder Betonanker Typ U.
Welches Modell passt zu welcher Konstruktion?
Alle Reihen sind Typ U, unterscheiden sich aber in Verankerung und Auflage. Die Maße führen direkt zur passenden Produktseite (feuerverzinkte Ausführung):
| Modellreihe | Pfostenbreite [mm] | Merkmal | Typisch für |
|---|---|---|---|
| PSL – leicht | 45 · 50 · 70 · 90 · 100 | schlanke Ausführung, ein Anker | Zaunlatten, Sichtschutz, leichte Rankgerüste |
| PS – Standard | 60 · 70 · 75 · 80 · 90 · 100 · 120 · 140 · 150 · 160 | breiteste Größenauswahl, auch in Anthrazit, Schwarz und Gold | Zaunpfosten, Pergola, Terrassenstützen |
| PSS – breit, Mehrpunkt | 60 · 80 · 100 · 120 · 140 | mehrpunktverankert, breitere Grundfläche | größere Fundamente, höhere Querlasten |
| PSZ – mit Balkenauflage | 60 · 70 · 90 · 100 · 120 · 140 | Sattel als Auflage für den Balken | Pergola, Vordach, Unterzug |
| PSSZ – Mehrpunkt mit Sattel | 60 · 80 · 100 · 120 · 140 · 160 | Mehrpunktanker und Balkenauflage | Carport-Stützen, schwere Holzrahmen |
| PSRU – verstellbar | 60–200 · schwarz · Stab 500 · Rohr 500 | Schenkelbreite einstellbar | Altholz, unregelmäßige Querschnitte, tiefe Fundamente |
Die schweren Reihen sind aus 4,0 mm starkem Stahlblech gefertigt. Wer eine Balkenauflage braucht, greift zu PSZ oder PSSZ – der Sattel nimmt den liegenden Balken auf, sodass Sie ihn nicht zusätzlich unterbauen müssen.
Welche Größe brauche ich?
Die Aufnahmebreite muss zum Kantenmaß Ihres Pfostens passen, nicht zur Fundamentgröße. Messen Sie den Pfosten nach, bevor Sie bestellen – gehobelte Kanthölzer sind oft 1–2 mm schmaler als das Nennmaß.
| Pfosten (Kantenmaß) | Passende Breite | Übliche Anwendung |
|---|---|---|
| 4,5 × 4,5 / 5 × 5 cm | 45 / 50 mm | Latten, Rankhilfen, niedrige Zäune |
| 7 × 7 cm | 70 mm | Gartenzaun, Sichtschutz bis ca. Brusthöhe |
| 9 × 9 cm | 90 mm | Standard-Zaunpfosten, leichte Pergola |
| 10 × 10 cm | 100 mm | Pergola, Terrassenüberdachung |
| 12 × 12 cm | 120 mm | Carport, hoher Sichtschutz |
| 14 × 14 / 16 × 16 cm | 140 / 160 mm | schwere Holzkonstruktionen |
| unregelmäßig oder unbekannt | PSRU 60–200 mm | Altholz, Rundstämme mit gesägten Wangen |
Faustregel: je höher und windexponierter die Konstruktion, desto größer der Querschnitt und desto schwerer die Trägerreihe. Ein 2 m hoher Sichtschutz wirkt wie ein Segel – hier ist PSS oder PSSZ die sichere Wahl, auch wenn PSL rein maßlich passen würde.
Wie viel hält ein U-Pfostenträger aus?
Alle Modellreihen dieser Kategorie sind nach Europäischer Technischer Bewertung (ETA) geprüft. Die Werte gelten für eine komplette Verbindung mit einem Verbinder; maßgebend ist immer der kleinere der beiden Werte – Holz als charakteristischer Wert NRk,w, Stahl als Bemessungswert NRd,s.
| Modellreihe | Lastrichtung | Holz [kN] | Stahl [kN] |
|---|---|---|---|
| PSL 45–100U | NRd,V senkrecht | 35,5 – 85,7 | 51,7 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 2,9 | 1,6 – 2,4 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 3,0 – 11,2 | 0,8 – 1,3 | |
| PS 60–160U | NRd,V senkrecht | 61,7 – 200 | 51,7 – 57,3 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 12,2 | 6,9 – 9,6 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 4,4 – 28,3 | 1,2 – 7,7 | |
| PSS 60–140 | NRd,V senkrecht | 58 – 329,3 | 57,3 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 13 – 35,4 | 7,7 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 6,5 – 23,4 | 1,1 – 1,2 | |
| PSZ 60–140 | NRd,V senkrecht | 24,9 | 57,3 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 11,8 – 12,9 | 7,7 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 6,5 – 23,2 | 0,7 | |
| PSSZ 80–160 | NRd,V senkrecht | 33,3 – 49,9 | 57,3 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 21 – 31,5 | 7,7 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 10 – 35,6 | 0,8 – 1,2 | |
| PSRU 60–200 | NRd,V senkrecht | 75,6 – 113,4 | 57,3 – 68,5 |
| NRd,H1 waagerecht, parallel | 13 – 19,5 | 0,5 | |
| NRd,H2 waagerecht, senkrecht | 18,6 * | 0,6 * |
NRd,V – Last senkrecht nach unten · NRd,H1 – waagerecht, parallel zur Schraubenachse · NRd,H2 – waagerecht, senkrecht zur Schraubenachse. * bei PSRU nur für die Varianten mit 500-mm-Stab bzw. -Rohr ausgewiesen. Zulassungen: ETA 14/0425, ETA 15/0725, ETA 20/1044.
Die Werte für jede einzelne Größe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.
U-Pfostenträger einbetonieren – die Kurzfassung
- Fundamentloch ausheben und frostfrei gründen – der Anker muss unterhalb der Frostgrenze sitzen.
- Beton anmischen und einfüllen. Bei Schnellbeton haben Sie nur etwa 15 Minuten Verarbeitungszeit.
- Den Anker in den noch weichen Beton eintauchen, nicht auf die Oberfläche drücken.
- Aufnahme mit der Wasserwaage lotrecht ausrichten und die Höhe zu den Nachbarpfosten über eine Richtschnur abgleichen.
- Aushärten lassen, erst danach den Pfosten einsetzen und verschrauben.
Die vollständige Anleitung mit Angaben zu Einbindetiefe, Betonsorte und Fundamentgröße finden Sie auf der Übersichtsseite Pfostenträger zum Einbetonieren.
U-Pfostenträger wackelt oder sitzt locker – woran liegt das?
Prüfen Sie zuerst, wo das Spiel entsteht: Bewegt sich der Träger im Beton oder der Pfosten im Träger? Beides fühlt sich beim Rütteln gleich an, hat aber völlig verschiedene Ursachen.
Der Pfosten wackelt im Träger:
- Die Aufnahme ist breiter als der Pfosten. Ein 90-mm-Pfosten in einer 100-mm-Aufnahme hat auf jeder Seite 5 mm Luft – das reicht für spürbares Spiel.
- Zu wenige oder zu kurze Schrauben. Zwei Schrauben je Seite halten den Pfosten gegen Verdrehen, eine nicht.
- Holzschwund. Ein frisch verbautes, nicht durchgetrocknetes Kantholz verliert Querschnitt; die Verschraubung bekommt nach der ersten Trockenperiode Spiel und muss nachgezogen werden.
Der Träger wackelt im Fundament:
- Der Anker wurde in bereits angezogenen Beton gedrückt. Es entsteht kein Verbund, sondern nur ein Abdruck – die Verbindung hält den ersten Sommer und gibt dann nach.
- Das Fundament ist zu klein oder zu flach. Ein hoher Pfosten wirkt als Hebel; die Kraft am Fundamentrand steigt mit der Pfostenhöhe deutlich stärker als mit dem Gewicht der Konstruktion.
- Nicht frostfrei gegründet. Nach dem ersten Frost-Tau-Wechsel hebt und senkt sich der Betonklotz, und das Loch wird größer als der Klotz.
- Risse im Fundament, meist am Rand: Der Anker sitzt zu nah an der Kante, dort ist zu wenig Beton, um die Kraft aufzunehmen.
U- oder H-Pfostenträger?
Der Unterschied liegt in der Führungslänge. Der U-Träger fasst den Pfosten an zwei Seiten und über eine relativ kurze Höhe – das genügt für Zäune, Pergolen und Terrassenkonstruktionen. Der H-Anker führt den Pfosten in einem tieferen, beidseitig geschlossenen Profil und nimmt entsprechend höhere Querlasten auf; er ist die Wahl bei Carports und großen Überdachungen.
Für die meisten Gartenkonstruktionen ist der U-Träger die wirtschaftlichere Lösung. Erst wenn Windlast und Bauhöhe steigen, lohnt der Wechsel zum H-Anker. Soll die Verbindung von außen unsichtbar bleiben, ist die verdeckte Befestigung die passende Alternative.
Die häufigsten Fehler beim Einbetonieren
- Den Anker auf angezogenen Beton setzen. Der Beton umschließt den Stab dann nicht mehr, und die Tragfähigkeit fällt auf einen Bruchteil – zu sehen ist das erst Monate später, wenn der Pfosten anfängt zu kippen.
- Den Pfosten direkt auf den Beton stellen. Lassen Sie 30–40 mm Luft zwischen Hirnholz und Betonoberfläche. Ohne diese Fuge steht das Holz nach jedem Regen im Wasser.
- Alles auf einmal setzen. Bei Schnellbeton bindet die erste Mischung ab, während Sie am letzten Pfosten ausrichten. Arbeiten Sie fundamentweise.
- Metallteile nur schrauben. Für die Anbindung von Stahl an den Träger gehört ein Bolzen durch das Montageloch, keine Holzschraube – die Schraube trägt die Querkraft nicht dauerhaft.
- Schrauben senkrecht in die Faser setzen. Leicht schräg angesetzte Schrauben greifen besser und arbeiten dem Auszug entgegen. Passende Schrauben finden Sie unter Holzbauschrauben.
- Zu nah an die Fundamentkante. Der Anker braucht ringsum Beton. Sitzt er am Rand, reißt das Fundament genau dort, wo der Hebel am größten ist.
Material und Korrosionsschutz
Alle U-Pfostenträger bestehen aus Konstruktionsstahl S235, die Anker aus Betonstahl B500B (Rippenstahl, Streckgrenze 500 MPa). Bei der Beschichtung haben Sie die Wahl:
- feuerverzinkt – dickste Zinkschicht, für dauerhaft bewitterte Fundamente im Garten die Standardempfehlung;
- galvanisch verzinkt – dünnere Schicht, ausreichend bei geschützter Lage;
- pulverbeschichtet – in Anthrazit, Schwarz und Gold, wenn der Träger zum Zaun oder zur Fassade passen soll.
Der farbige Träger ist kein reines Designthema: Die Pulverbeschichtung liegt auf der verzinkten Oberfläche und bietet zusätzlichen mechanischen Schutz beim Einbau.
Was Sie bei uns finden – und woanders selten
- ETA-geprüfte Tragfähigkeiten für jede Reihe, nicht nur ein Werbeversprechen. Die Werte nach ETA 14/0425, ETA 15/0725 und ETA 20/1044 stehen bei uns in der Kategorie und auf jeder Produktseite – getrennt nach Holz und Stahl und nach drei Lastrichtungen.
- Sechs Modellreihen statt einer. Die meisten Anbieter führen nur eine Standardform; bei uns wählen Sie zusätzlich zwischen Mehrpunktverankerung (PSS, PSSZ) und Balkenauflage (PSZ, PSSZ).
- Eine verstellbare Variante von 60 bis 200 mm. PSRU deckt Querschnitte ab, für die es keine Standardgröße gibt – auch mit 500-mm-Stab oder -Rohr für tiefe Fundamente.
- Farbige Träger in Anthrazit, Schwarz und Gold in der Standardreihe PS, nicht nur in Silber.
- Direkt vom Hersteller. Domax fertigt diese Träger selbst; Größen und Ausführungen sind über Jahre nachbestellbar.



















