Kostenloser Lieferung ab 60 EUR

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Pfostenträger zum Einbetonieren

Häufig gestellte Fragen

Das Fundament muss frostfrei gegründet sein, in Deutschland meist etwa 80 cm. Der Stab beziehungsweise das Rohr wird in den Beton eingebettet, die Aufnahme steht 3 bis 4 cm darüber; beim H-Anker beträgt die Schenkeltiefe 250 bis 300 mm.

Pfostenträger zum Einbetonieren werden in den frischen Beton gesetzt und halten den Pfosten anschließend über der Betonoberfläche – die Fuge unterbricht den Wasseraufstieg ins Hirnholz. In unserem Sortiment finden Sie fünf Bauformen für Pfosten von 45 bis 200 mm, alle aus feuerverzinktem Konstruktionsstahl S235 und nach ETA geprüft.

Welcher Pfostenträger zum Einbetonieren? Die Bauformen im Vergleich

BauformPfostenbreiteMaterialstärkeStärke der BauformTypisch für
U-Pfostenträger45–160 mm4 mmbreiteste Auswahl, sechs ModellreihenZaun, Pergola, Terrasse
H-Anker70–200 mm, verstellbar 90–142 mm6 mmhöchste Tragfähigkeit, lange Führung, in Silber und SchwarzCarport, Überdachung, Schwerlast
L-Pfostenträger90–120 mm5 mmeinseitig, braucht wenig PlatzRandlage, Wandanschluss
Verdeckte Befestigung70–160 mm8 mm (PSW) / 3 mm (PPS)kein sichtbarer BeschlagSichtschutz, Design-Zaun
Verstellbar60–200 mm4 mm / 3 mmBreite oder Höhe justierbarAltholz, Höhenausgleich

Die kurze Entscheidungshilfe:

  • Standardfall Garten – U-Träger. Er deckt die meisten Pfostenmaße ab und ist die wirtschaftlichste Lösung.
  • Der Pfosten steht hoch und fängt Wind – H-Anker. Carport, Pavillon, hoher Sichtschutz.
  • Kein Platz um den Pfosten herum – L-Träger, einseitig an der Kante oder an der Wand.
  • Das Metall soll nicht zu sehen sein – verdeckte Befestigung, eingeschlitzt oder als flache Platte.
  • Der Querschnitt ist unklar oder die Höhe muss stimmen – verstellbare Reihen. Auch der H-Anker ist als verstellbare Variante PSHR (90–142 mm) erhältlich, wenn Schwerlast und Verstellbarkeit zusammenkommen müssen.

Tragfähigkeit der einzelnen Bauformen

Alle Reihen sind nach ETA geprüft. Die Werte gelten für eine komplette Verbindung mit einem Verbinder; maßgebend ist immer der kleinere der beiden Werte – Holz als charakteristischer Wert NRk,w, Stahl als Bemessungswert NRd,s. Die Zahlen beim H-Anker beziehen sich auf die feste Reihe PSH; für die verstellbare Reihe PSHR gelten die Angaben auf der Produktseite.

Bauform (Modelle)LastrichtungHolz [kN]Stahl [kN]Zulassung
U-Pfostenträger
PS, PSL, PSS, PSSZ, PSZ
NRd,V senkrecht24,9 – 329,351,7 – 68,5ETA 14/0425, 15/0725, 20/1044
NRd,H1 waagerecht, parallel2,9 – 35,41,6 – 9,6
NRd,H2 waagerecht, senkrecht3,0 – 35,60,7 – 7,7
H-Anker
PSH 70–200, PSHR 90–142 (verstellbar)
NRd,V senkrecht88,2 – 252169,2ETA 20/1044
NRd,H1 waagerecht, parallel3,1616,5 – 151,2
NRd,H2 waagerecht, senkrecht8,8 – 39,68,3
L-Pfostenträger
PS 84L
NRd,V senkrecht29,357,3ETA 15/0725
NRd,H1 waagerecht, parallel5,32,2
NRd,H2 waagerecht, senkrecht12,21,8
Verdeckt, eingeschlitzt
PSW, PSW R500
NRd,V senkrecht88,2 – 151,257,3 – 59,7ETA 20/1044
NRd,H1 waagerecht, parallel11,5 – 21,84,8 – 7,7
NRd,H2 waagerecht, senkrecht13 – 22,42,1
Verdeckt, flache Platte
PPS, PPSR
NRd,V senkrecht52,6 – 57,352,6 – 57,3ETA 18/1165
waagerechtnicht ausgewiesennicht ausgewiesen
Verstellbar
PSRU 60–200
NRd,V senkrecht75,6 – 113,457,3 – 68,5ETA 15/0725, 20/1044
NRd,H1 waagerecht, parallel13 – 19,50,5
NRd,H2 waagerecht, senkrecht18,60,6

Die Werte für jede einzelne Größe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite, die Werte pro Modellreihe auf der jeweiligen Unterseite.

Drei Dinge lassen sich aus der Tabelle ablesen. Senkrecht ist praktisch jede Bauform ausreichend – dort begrenzt meist das Holz, nicht der Beschlag. Waagerecht liegen zwischen den Bauformen Faktoren, nicht Prozente: Der H-Anker erreicht auf der Stahlseite bis 151,2 kN, die verstellbare Reihe 0,5 kN. Und die flachen Platten PPS/PPSR sind für waagerechte Lasten gar nicht zugelassen – sie gehören unter eingespannte Konstruktionen, nicht unter frei stehende Pfosten.

Wie tief muss ein Pfostenträger einbetoniert werden?

Entscheidend ist nicht die Länge des Ankers, sondern die Gründungstiefe des Fundaments. Es muss frostfrei gegründet sein – in Deutschland heißt das regional unterschiedlich, meist etwa 80 cm. Liegt die Fundamentsohle darüber, hebt der Frost den Betonklotz, und die Verbindung bekommt nach dem ersten Winter Spiel.

Für den Anker selbst gilt:

  • Stab- und Rohranker sollen 3 bis 4 cm über die Betonoberfläche herausstehen. Der Stab wird eingebettet, die Aufnahme bleibt darüber – so entsteht der Abstand, der das Hirnholz trocken hält.
  • Der H-Anker wird mit 250 bis 300 mm Schenkeltiefe einbetoniert – nicht bis zum Anschlag.
  • Die Querplatte beziehungsweise Auflage darf bis 50 mm über der Betonoberfläche liegen. Das ist die Dehnungsfuge.

Als Faustregel für die Fundamentgröße gilt: Kantenlänge etwa das Dreifache der Pfostenbreite, bei hohen und windexponierten Konstruktionen mehr. Ein 10×10-Pfosten bekommt also ein Fundament von etwa 30×30 cm im Querschnitt – bei einem Carport eher 40×40 cm.

Welcher Beton für Pfostenträger?

Für Gartenkonstruktionen genügt Fertigbeton aus dem Sack, gemischt nach Herstellerangabe. Schnellbeton spart Zeit, verkürzt aber das Zeitfenster erheblich: Sie haben etwa 15 Minuten Verarbeitungszeit, danach lässt sich der Anker nicht mehr sinnvoll ausrichten.

Praktische Konsequenz: Arbeiten Sie fundamentweise, nicht reihenweise. Ein Loch füllen, Anker setzen, ausrichten, weiter zum nächsten. Wer erst alle Löcher füllt und dann alle Anker setzt, richtet den letzten in bereits angezogenem Beton aus – und genau dort entsteht der Schaden, der Monate später als wackelnder Pfosten sichtbar wird.

Einbetonieren Schritt für Schritt

  1. Fundamentlöcher ausheben, frostfrei und im richtigen Achsmaß. Bei mehreren Pfosten eine Richtschnur spannen.
  2. Beton anmischen und einfüllen. Bei Schnellbeton nur so viel, wie Sie in 15 Minuten verarbeiten.
  3. Anker in den weichen Beton eintauchen – nicht auf die Oberfläche drücken. Der Beton muss den Stab umschließen, die Aufnahme bleibt 3 bis 4 cm darüber.
  4. Lotrecht ausrichten und die Höhe über die Richtschnur mit den Nachbarpfosten abgleichen. Bei H-Ankern zeigen die Schenkel mit den Befestigungslöchern nach oben; bei eingeschlitzten Trägern legt die Blechebene fest, in welcher Achse die Verbindung Querkräfte aufnimmt.
  5. Aushärten lassen. Erst danach den Pfosten einsetzen.
  6. Pfosten verschrauben – mindestens zwei Schrauben je Seite. Bei Metallanbindung einen Bolzen durch das Montageloch statt einer Holzschraube.

Einbetonieren oder aufdübeln?

Beide Wege führen zu einer festen Verbindung, sie setzen nur an verschiedenen Punkten an:

  • Einbetonieren – wenn das Fundament neu entsteht. Der Anker wird Teil des Betons, die Verbindung ist steifer und nimmt höhere Querlasten auf. Aufwand: ein Arbeitsgang mehr, dafür kein Bohren.
  • Aufdübeln – wenn Fundament, Bodenplatte oder Terrasse schon fertig sind. Schneller und korrigierbar, aber abhängig von der Qualität des vorhandenen Betons.

Es gibt einen dritten Weg: Bodenanker – Einschlaghülsen und Einschraubbodenhülsen kommen ganz ohne Beton aus. Für leichte Zäune und temporäre Konstruktionen ist das die schnellste Lösung.

Material und Korrosionsschutz

Alle Reihen bestehen aus Konstruktionsstahl S235, die einbetonierten Stäbe aus Betonstahl B500B. Beim Oberflächenschutz haben Sie die Wahl:

  • feuerverzinkt – dickste Zinkschicht, Standard für Fundamente im Freien;
  • galvanisch verzinkt – dünnere Schicht, für geschützte Einbaulagen;
  • pulverbeschichtet – Anthrazit, Schwarz und Gold, wenn der Träger sichtbar bleibt und zum Zaun passen soll. Bei den U-Reihen liegt die Pulverbeschichtung meist auf galvanisch verzinktem Stahl, beim H-Anker ist die schwarze Ausführung ebenso aufgebaut.

Ein Bauteil, das dauerhaft im Spritzwasserbereich am Fundament sitzt, gehört feuerverzinkt ausgeführt. Die farbigen Varianten sind für sichtbare Verbindungen gedacht, bei denen die Optik mitentscheidet.

Was Sie bei uns finden – und woanders selten

  • Fünf Bauformen an einem Ort, mit klarer Angabe, welche wofür taugt – statt einer Standardform für alles.
  • ETA-geprüfte Werte in drei Lastrichtungen, getrennt nach Holz und Stahl, auf Kategorie- und Produktebene.
  • Pfostenbreiten von 45 bis 200 mm – vom Lattenmaß bis zum Leimbinder.
  • Direkt vom Hersteller. Domax fertigt diese Reihen selbst; Größen und Ausführungen sind über Jahre nachbestellbar.
Pfostenträger zum Einbetonieren – U, H, L, verstellbar | Seite 2 | DMX