Lochplatte
Häufig gestellte Fragen
Im Sortiment sind 44 Größen von Lochplatten PP — von der kleinsten mit 40 × 80 mm bis zur langen Serie mit 1200 mm, alle in einheitlicher Blechdicke von 2 mm. Lochplatten sind flache Verbinder aus Stahl mit gleichmäßig verteilten Löchern, die Holzbauteile in einer Ebene verbinden. Gefertigt werden sie aus verzinktem Stahl DX51D + Z275 nach der Norm EN 14545, erhältlich in Silber.
Wofür Lochplatten eingesetzt werden
Die Lochplatte verbindet zwei auf Stoß oder in Überlappung liegende Holzbauteile und überträgt Kräfte in einer Ebene. Am häufigsten wird sie in den Knoten des Dachstuhls eingesetzt, also an den Stellen, an denen Sparren, Pfetten und Fußpfetten auf einer gemeinsamen Linie zusammentreffen. Dank der dichten, gleichmäßigen Lochung deckt ein Plattenmodell viele Varianten desselben Knotens ab, sodass nicht für jeden Winkel oder Querschnitt ein eigener Verbinder nötig ist.
Lochplatten haben sich auch beim Bau von Rahmen und Gestellen, in Schalungskonstruktionen sowie im Holzrahmen- und Holzständerbau bewährt. In diesen Bereichen sind viele wiederkehrende Knoten zu befestigen, was eine schnelle und einheitliche Montage erfordert. Im Holzrahmenbau ersetzt die Platte oft komplexere Verbinder, wenn sich die Last gleichmäßig über die Kontaktfläche verteilt statt punktuell.
Neben Neubauten werden Lochplatten als Lochblech-Verbinder auch zur Reparatur und Verstärkung bestehender Balken verwendet. Ein gerissenes, überlastetes oder durch Feuchtigkeit geschädigtes Bauteil kann mit einer entlang der Arbeitsachse montierten Platte abgestützt werden. Da die Befestigung auf mehrere Dutzend Löcher statt weniger punktueller Schrauben verteilt ist, ergibt sich eine stabilere und dauerhaftere Verstärkung. Derselbe Mechanismus kommt zum Tragen, wenn Holz mit Metallbauteilen verbunden wird, beispielsweise beim Anschluss hölzerner Sparren an stählerne Tragelemente.
Größen und Modelle — Auswahltabelle
Alle PP-Modelle haben eine Blechdicke von 2,0 mm — sie unterscheiden sich allein in Abmessungen und Lochzahl, sodass die Platte proportional zur Größe der Verbindung gewählt wird, ohne dass sich die Materialparameter ändern.
| Symbol | Abmessungen a×b [mm] | Löcher ø5 | Verpackung [Stk.] |
|---|---|---|---|
| PP 1 | 40×80 | 8 | 20 |
| PP 2 | 40×100 | 10 | 20 |
| PP 4 | 40×160 | 16 | 20 |
| PP 9 | 80×200 | 40 | 20 |
| PP 12 | 100×200 | 50 | 10 |
| PP 18 | 120×200 | 60 | 10 |
| PP 25 | 200×400 | 200 | 10 |
| PP 27 | 200×600 | 300 | 10 |
Eine eigene Gruppe bildet die lange Serie PP 91–99 — Flachprofile mit 1200 mm Länge und Breiten von 40 bis 200 mm. Das ist die Lösung für Verbindungen, die in den Standardgrößen keinen Platz finden: lange Überlappungen, Verstärkungen über die gesamte Bauteillänge oder untypische Abstände der Befestigungspunkte. Statt mehrere kürzere Platten hintereinanderzulegen — was Lücken lässt und die Kontinuität der Befestigung schwächt — deckt ein Abschnitt von 1200 mm den ganzen Knoten ohne Unterbrechung der Lochung ab. Die vollständige Liste der Abmessungen und Gewichte steht auf den einzelnen Produktseiten.
Wie wird die Lochplatte zur Verbindung gewählt
Bei der Auswahl sind drei Punkte entscheidend. Erstens sind es die Abmessungen der Platte im Verhältnis zur Kontaktfläche der Bauteile: Die Platte sollte möglichst die gesamte gemeinsame Fläche abdecken und nicht nur einen Ausschnitt. Eine zu kleine Platte auf einer großen Verbindung konzentriert die Last auf wenige Löcher. Das kann mit der Zeit dazu führen, dass das Holz an dieser Stelle arbeitet.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anzahl der Löcher: Je mehr Befestigungspunkte vorhanden sind, desto gleichmäßiger verteilt sich die Last und desto geringer ist das Risiko, dass das Holz asymmetrisch zur Verbindung arbeitet. Bei größeren Querschnitten lohnt sich ein Modell mit mehr Löchern als es die Plattenlänge allein nahelegen würde.
Der dritte Punkt sind untypische Situationen, beispielsweise lange Überlappungen oder unregelmäßige Bauteilabstände, bei denen die lange Serie PP 91–99 besser trägt als mehrere kürzere Platten. Lochplatten werden nach der Norm EN 14545 gefertigt und nicht, wie die Winkelverbinder mit ETA-Zulassung, auf Grundlage einer rechnerischen Tragfähigkeitstabelle. Die Auswahl stützt sich also auf Abmessungen, Lochzahl und Blechdicke, die zur Größe der Verbindung passen, und nicht auf das Ablesen eines Tragfähigkeitswerts von der Produktseite.
Montage
Lochplatten werden mit Kammnägeln ANCHOR ø4 oder ANCHOR-Schrauben ANW ø5 (Torx 20) am Holz befestigt. Es gibt einige Regeln, die die Dauerhaftigkeit der Verbindung beeinflussen.
- Die Löcher nach den Vorgaben füllen — ausgelassene Löcher verringern die Zahl der Befestigungspunkte und schwächen die ganze Verbindung, auch wenn die übrigen korrekt besetzt sind.
- Bei größeren Lasten die Platten paarweise montieren, auf beiden Seiten des Knotens — diese Anordnung gleicht die von zwei Seiten wirkenden Kräfte aus.
- Keine zusätzlichen Löcher außerhalb der vorgesehenen bohren — das stört die geplante Kraftverteilung und kann die Korrosionsschutzschicht an der Bohrstelle verletzen.
- Die Länge von Nagel oder Schraube auf die Dicke der Bauteile abstimmen, sodass die Befestigung beide Bauteile auf voller Lochtiefe hält, ohne auf der Rückseite auszutreten.
Der Nagelabstand ist nicht beliebig, sondern wird durch die Bemessungsnorm für Holzkonstruktionen, EN 1995-1-1 (Eurocode 5), geregelt. Für Kammnägel mit 4 mm Durchmesser (Typ ANCHOR ø4 dieser Linie) beträgt der Mindestabstand in der Reihe 28 mm längs der Holzfaser und 14 mm quer zur Faser. Der Randabstand beträgt 20 bis 60 mm, je nachdem, ob Hirnholz oder Rand belastet ist. Ein dichteres Nageln als diese Mindestabstände erhöht die Tragfähigkeit der Verbindung nicht, da das Aufspalten des Holzes längs der Faser droht, besonders bei einer Montage quer zur Faser. Die Löcher der PP-Platte sind so angeordnet, dass bei voller Besetzung diese Mindestabstände eingehalten sind. Beim Standardeinbau muss nichts nachgerechnet werden. Es lohnt sich aber, die Regel zu kennen, wenn mehrere Platten kombiniert werden oder die Bauteile untypisch angeordnet sind.
Eine korrekt montierte Platte darf sich nicht verbiegen und muss bündig mit der Holzoberfläche abschließen. Geschieht das nicht, ist entweder die Größe nicht an die Knotenform angepasst oder die Löcher sind unvollständig besetzt.



















