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Pfostenträger zum Aufdübeln für Vierkantpfosten

Häufig gestellte Fragen

Größe 90. Die Aufnahme ist mit 91 mm minimal größer, damit der Pfosten hineingeht. Verfügbar bei PSP, PSPD, PSPW, PSPA und PSPN.

Pfostenträger zum Aufdübeln für quadratische Holzpfosten von 70 bis 200 mm – fünf Bauformen, die sich vor allem darin unterscheiden, wo die Schrauben sitzen und wie viel man vom Beschlag sieht. Von der klassischen PSP über die verdeckte PSPW bis zur niedrigen PSPN.

Welcher Pfostenträger passt zu meinem Pfosten?

Entscheidend sind zwei Maße: die Pfostenbreite und wie sichtbar der Beschlag sein darf. Alle Reihen hier sind für quadratische Holzpfosten gemacht und werden auf fertigen Beton gedübelt.

PfostenmaßGröße im ShopReihen mit dieser Größe
7 × 7 cm70PSP, PSPD, PSPN
7,5 × 7,5 cm75PSPA
9 × 9 cm90PSP, PSPD, PSPW, PSPA, PSPN
10 × 10 cm100PSP, PSPD, PSPW, PSPA
12 × 12 cm120PSP, PSPD, PSPW, PSPA
14 × 14 cm140PSP, PSPD, PSPW
15 × 15 cm150PSPD, PSPW, PSPA
16 × 16 cm160PSP, PSPD, PSPW
20 × 20 cm200PSP, PSPD, PSPW

Die Größenangabe entspricht dem Pfostenmaß; die Aufnahme ist jeweils 1 bis 2 mm größer, damit der Pfosten hineingeht.

Die fünf Bauformen im Überblick

ReiheKennzeichenGrößenFarben
PSPKlassiker, Befestigungslöcher seitlich neben dem Pfosten70–200 mmSilber, Schwarz
PSPDLöcher außerhalb der Grundplatte, tief ausgeschnittene Wangen70–200 mmSilber, Schwarz, Anthrazit, Gold
PSPWBefestigung im Lichten des Pfostens – Schrauben verschwinden darunter90–200 mmSilber, Schwarz, Anthrazit, Gold
PSPADoppelklemmen – Pfosten wird ohne Vorbohren gesetzt75–150 mmSilber
PSPNNiedrige Bauform, nur 85 bzw. 105 mm hoch70, 90 mmSilber

PSPD und PSPW sind die optischen Reihen. PSPD zeigt durch die tief ausgeschnittenen Seitenwangen mehr Holz, PSPW versteckt die Betonbefestigung komplett unter dem Pfosten – von außen sieht man nur die Hülse.

PSPA ist die schnelle Reihe. Die doppelten Klemmen halten den Pfosten, ohne dass Sie ihn anbohren müssen. Das spart bei mehreren Pfosten spürbar Zeit und ist die einzige Reihe im Sortiment, die das kann.

PSPN ist die flache Reihe. Mit 85 und 105 mm Gesamthöhe bleibt sie deutlich unter den 150 bis 260 mm der anderen – gedacht für Stellen, an denen ein hoher Beschlag stört.

Wie viel halten die Träger aus?

Die Werte gelten für eine komplette Verbindung mit einem Verbinder; maßgebend ist der kleinere Wert. Holz als charakteristischer Wert NRk,w, Stahl als Bemessungswert NRd,s.

PSP (ETA 15/0725 für 70–120, ETA 20/1044 für 140–200)

Lastrichtung7090100120140160200
NRd,V senkrecht – Holz13,413,414,114,115,115,115,1
NRd,V senkrecht – Stahl21,621,628,828,8–––
NRd,H1 parallel – Holz11,414,616,319,522,83442,5
NRd,H1 parallel – Stahl11,215,323,228,6–––
NRd,H2 quer – Holz11,414,616,319,522,83442,5
NRd,H2 quer – Stahl11,215,323,228,6–––

PSPD (ETA 20/1044)

Lastrichtung7090100120140150160200
NRd,V senkrecht – Holz14,114,115,115,116161616
NRd,V senkrecht – Stahl28,828,8363643,243,243,243,2
NRd,H1 parallel – Holz16,528,435,645,870,975,981101,3
NRd,H1 parallel – Stahl5,75,712,412,418,418,422,929
NRd,H2 quer – Holz11,811,812,712,713131313
NRd,H2 quer – Stahl17,517,521,821,826,226,226,226,2

PSPW (ETA 20/1044)

Lastrichtung90100120140150160200
NRd,V senkrecht – Holz14,115,115,116161616
NRd,V senkrecht – Stahl28,8363643,243,243,243,2
NRd,H1 parallel – Holz28,435,642,967,672,477,296,5
NRd,H1 parallel – Stahl5,712,612,6181822,929
NRd,H2 quer – Holz11,812,712,713131313
NRd,H2 quer – Stahl17,521,821,834,634,634,634,6

Drei Dinge, die man aus diesen Tabellen ablesen kann und die kaum jemand ausspricht:

  • PSPD und PSPW tragen senkrecht deutlich mehr als PSP – 36 bis 43,2 kN gegenüber 21,6 bis 28,8 kN auf der Stahlseite. Wer eine Pergola oder ein Carport aufstellt, ist mit PSPD oder PSPW besser bedient.
  • PSP ist dafür bei NRd,H1 auf der Stahlseite stärker als PSPD in den kleinen Größen: 11,2 gegenüber 5,7 kN bei 70 mm. Die Befestigung direkt neben dem Pfosten wirkt gegen Horizontallast parallel zur Schraubenachse günstiger.
  • PSPW hat die höchste Querlastaufnahme der Kategorie – 34,6 kN ab Größe 140, gegenüber 26,2 kN bei PSPD. Die verdeckte Befestigung kostet also keine Tragfähigkeit, sie bringt hier sogar mehr.

Für PSPA und PSPN gibt der Hersteller keine Tragfähigkeitstabelle an. Beide Reihen sind für leichtere Aufbauten gedacht; wo Lasten nachzuweisen sind, greifen Sie zu PSP, PSPD oder PSPW.

Die Werte für jede einzelne Größe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Sichtbar oder verdeckt – was ändert das beim Einbau?

Das ist der Punkt, an dem die meisten Bestellungen schiefgehen: PSPW wird anders montiert als alle anderen Reihen.

Bei PSP, PSPD, PSPA und PSPN sitzen die Betonschrauben neben oder außerhalb des Pfostens. Sie können den Träger anschrauben, den Pfosten einstellen und notfalls später nachziehen.

Bei PSPW liegen die Befestigungspunkte im Lichten des Pfostens – also genau dort, wo später das Holz steht. Der Hersteller gibt für diese Reihe deshalb einen eigenen Montageablauf vor: Löcher bohren, Ringanker einschlagen, Träger vollständig befestigen, und erst dann den Pfosten einsetzen. Wer den Pfosten zu früh einstellt, kommt an die Verschraubung nicht mehr heran und muss alles wieder zerlegen.

Der Lohn dafür: von außen ist keine einzige Betonschraube zu sehen.

Farben und Oberflächen

ReiheOberflächen
PSPfeuerverzinkt (Silber), pulverbeschichtet Schwarz
PSPDfeuerverzinkt, pulverbeschichtet Schwarz und Anthrazit, galvanisch verzinkt Gold
PSPWgalvanisch verzinkt Silber und Gold, pulverbeschichtet Schwarz und Anthrazit
PSPAgalvanisch verzinkt Silber
PSPNfeuerverzinkt

Schwarz und Anthrazit gibt es nur bei PSPD und PSPW, und nur in den Größen 70 bis 120 mm (PSPW: 90 bis 120). Ab 140 mm führen wir alle Reihen ausschließlich in Silber. Wer eine dunkle Konstruktion mit großen Querschnitten plant, sollte das früh wissen.

Der Unterschied zwischen den Silbertönen ist keine reine Optik: feuerverzinkt (PSP, PSPD, PSPN) hat die dickere Zinkschicht und gehört nach draußen in feuchte Lagen. Galvanisch verzinkt (PSPW, PSPA) ist glatter und gleichmäßiger, aber dünner beschichtet.

Montage

  1. Untergrund prüfen – ausgehärteter, tragfähiger Beton, eben und sauber.
  2. Position anzeichnen. Bei mehreren Pfosten Schnur spannen, sonst summieren sich Millimeter.
  3. Bohren und ausblasen. Bohrmehl im Loch kostet Haltekraft.
  4. Träger befestigen – Ringanker PBK M10/M12 oder Betonschraube PBW ø10,5. Alle Löcher nutzen.
  5. Pfosten einsetzen und verschrauben – Holzschrauben CTO ø10, PWD ø10 oder Set PNP. Bei PSPA entfällt das Anbohren, die Klemmen halten.
  6. Bei PSPW: Träger komplett fertig befestigen, bevor der Pfosten kommt.

Welche Dübel und Betonschrauben zu welchem Untergrund passen und welche Randabstände gelten, steht auf der Übersichtsseite Pfostenträger zum Aufdübeln.

Die häufigsten Fehler

  • Bei PSPW den Pfosten vor der Betonbefestigung einsetzen. Danach kommen Sie an die Schrauben nicht mehr heran.
  • Dunkle Farbe für große Querschnitte einplanen. Ab 140 mm gibt es nur Silber.
  • Feuerverzinkt und galvanisch verzinkt verwechseln. In Spritzwasser- und Dauerfeuchtlagen gehört die dickere Feuerverzinkung hin.
  • Den Pfosten bündig auf den Beton setzen. Die Bauhöhe des Trägers ist die Dehnungsfuge – sie hält das Hirnholz aus dem stehenden Wasser.
  • Nur die Hälfte der Löcher nutzen. Die Tragfähigkeitswerte gelten für die vollständige Verschraubung.
  • Bei PSPA das Holz trotzdem anbohren. Die Doppelklemmen sind genau dafür da, dass Sie es nicht müssen.

Welche Reihe für welches Projekt?

  • Pergola, Carport, Terrassenüberdachung → PSPD oder PSPW. Höchste Vertikallast, PSPW zusätzlich die beste Querlastaufnahme.
  • Sichtbare Gartenkonstruktion, dunkler Look → PSPD oder PSPW in Schwarz oder Anthrazit, bis 120 mm.
  • Zaunpfosten, Sichtschutz, viele Pfosten hintereinander → PSPA, weil das Anbohren entfällt.
  • Niedrige Aufbauten, flache Optik → PSPN.
  • Standardfall, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis → PSP.
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