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C-Pfostenträger zum Aufdübeln

Häufig gestellte Fragen

Das Profil ist an einer Seite offen. Der Pfosten wird geführt, aber nicht umschlossen – die offene Seite bleibt für Verschraubung und Entwässerung frei.

C-Pfostenträger sind an einer Seite offen – der Pfosten wird nicht umschlossen, sondern in eine C-förmige Hülse gestellt. Zwei Reihen zum Aufdübeln: die geteilte PSD für Pfosten von 90 bis 200 mm und die leichte, offene PSP DX ab 45 mm. Beide geprüft nach ETA 20/1044.

Was ist ein C-Pfostenträger?

Ein C-Pfostenträger ist eine Aufschraubhülse, deren Profil an einer Seite offen bleibt – im Querschnitt ergibt das die Form eines C. Der Pfosten sitzt in der Hülse und wird durch die Seitenwangen geführt, aber nicht rundum eingefasst.

Der praktische Unterschied zum geschlossenen U-Träger liegt im Zugang. Bei einem C-Profil kommen Sie von der offenen Seite an die Verschraubung heran, auch wenn der Pfosten schon steht. Das hilft bei nachträglicher Montage, bei beengten Ecken und überall dort, wo Sie den Pfosten nicht von oben einfädeln können.

Der zweite Effekt ist die Entwässerung: Was von oben hineinläuft, findet an der offenen Seite einen Weg heraus, statt in der Hülse zu stehen.

Zwei Reihen – geteilt oder offen

PSDPSP DX
Bauformgeteilte Hülse, rechteckige Grundplatteeinteilig offen
Pfostenbreite90–200 mm45–150 mm
Blech2,0–3,0 mm1,5–2,5 mm
Oberflächegalvanisch verzinkt, Silber oder GoldDX51D + Z275MAC
NRd,V Stahl28,8–43,2 kN7,6–18 kN
ZulassungETA 20/1044ETA 20/1044

PSD ist die tragfähigere Reihe und deckt die großen Querschnitte ab. Sie ist geteilt – und daraus folgt eine Möglichkeit, die man leicht übersieht: Mit zwei PSD lässt sich ein Pfosten beliebigen Querschnitts fassen, weil Sie beide Hälften frei zueinander positionieren. Bei Zwischenmaßen und Altholz ist das oft der einfachste Weg.

PSP DX ist die leichte Reihe. Sie beginnt bei 45 mm – ein Maß, das PSD gar nicht führt – und eignet sich für Lattenkonstruktionen, Sichtschutzrahmen und alles, was nicht tragend ist. Ihre Oberfläche ist DX51D + Z275MAC, eine Zink-Magnesium-Aluminium-Beschichtung, die bei gleicher Schichtdicke widerstandsfähiger ist als reines Zink.

Wie viel halten sie aus?

Die Werte gelten für eine komplette Verbindung mit einem Verbinder; maßgebend ist der kleinere Wert – Holz als charakteristischer Wert NRk,w, Stahl als Bemessungswert NRd,s.

PSD

Lastrichtung90100120140160200
NRd,V senkrecht – Holz14,114,115,115,11616
NRd,V senkrecht – Stahl28,828,8363643,243,2
NRd,H1 parallel – Holz16,528,435,645,870,975,9
NRd,H1 parallel – Stahl5,75,712,412,418,418,4
NRd,H2 senkrecht – Holz11,811,812,712,71313
NRd,H2 senkrecht – Stahl17,517,521,821,826,226,2

PSP DX

Lastrichtung457090100120140150
NRd,V senkrecht – Holz4,77,17,17,17,17,17,6
NRd,V senkrecht – Stahl7,614,414,414,414,414,418
NRd,H1 parallel – Holz6,116,528,435,542,649,664,5
NRd,H1 parallel – Stahl0,50,70,911,21,51,6
NRd,H2 senkrecht – Holz3,14,85,95,95,95,96,4
NRd,H2 senkrecht – Stahl6,913,113,113,113,113,116,4

Der Vergleich ist eindeutig: PSD trägt in jeder Richtung ein Vielfaches von PSP DX. Senkrecht auf der Stahlseite 28,8 bis 43,2 gegenüber 7,6 bis 18 kN, bei NRd,H1 5,7 bis 18,4 gegenüber 0,5 bis 1,6 kN.

Daraus folgt die Auswahlregel: PSP DX für Latten, Rahmen und nicht tragende Aufbauten, PSD für alles, was Last abträgt. Wer bei einem tragenden Pfosten spart, spart an der falschen Stelle.

Die Werte für jede einzelne Größe finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Größen

ModellPfostenbreiteGrundplatteBlechAusführung
PSD 9091 mm150 mm2,0 mmverzinkt · Gold
PSD 100101 mm150 mm2,5 mmverzinkt · Gold
PSD 120121 mm150 mm2,5 mmverzinkt · Gold
PSD 140141 mm200 mm2,5 mmverzinkt · Gold
PSD 160161 mm200 mm3,0 mmverzinkt · Gold
PSD 200201 mm200 mm3,0 mmverzinkt · Gold
PSP DX 4546 mm102 mm1,5 mmverzinkt
PSP DX 7071 mm152 mm2,0 mmverzinkt
PSP DX 9091 mm152 mm2,0 mmverzinkt
PSP DX 100101 mm152 mm2,0 mmverzinkt
PSP DX 120121 mm152 mm2,0 mmverzinkt
PSP DX 140141 mm152 mm2,5 mmverzinkt
PSP DX 150151 mm152 mm2,5 mmverzinkt

PSD gibt es in zwei Farben – Silber und Gold. Die goldene Ausführung ist derselbe Träger mit anderer Oberfläche und kostet in den meisten Größen dasselbe.

Wann C statt U oder L?

  • C statt U, wenn Sie nach dem Aufstellen noch an die Verschraubung müssen, wenn der Pfosten nicht von oben eingefädelt werden kann oder wenn in der Hülse kein Wasser stehen soll.
  • C statt L, wenn Sie eine geführte Aufnahme wollen statt eines einseitig anliegenden Winkels – der C-Träger hält den Pfosten in mehr als einer Achse.
  • U statt C, wenn maximale Führung und Querlastaufnahme gefragt sind: Die U-Reihen erreichen deutlich höhere Werte.

Montage

  1. Untergrund prüfen – tragfähiger, ausgehärteter Beton.
  2. Position anzeichnen, Randabstand einhalten.
  3. Bohren, ausblasen, Grundplatte verschrauben. Alle Löcher nutzen.
  4. Pfosten einstellen und seitlich verschrauben. Bei PSD mit zwei Hälften: beide Platten setzen, Pfosten einstellen, erst dann verschrauben.
  5. Fuge zum Untergrund erhalten – auch beim Aufdübeln ist der Abstand die Dehnungsfuge.

Schrauben, Dübel und Randabstände sind auf der Übersichtsseite Pfostenträger zum Aufdübeln zusammengefasst.

Die häufigsten Fehler

  • PSP DX für einen tragenden Pfosten verwenden. Mit 7,6 bis 18 kN auf der Stahlseite ist die Reihe für leichte Aufbauten gedacht.
  • Die offene Seite in Lastrichtung drehen. Sie ist die Zugangs-, nicht die Trageseite – die geschlossenen Wangen gehören quer zur Hauptlast.
  • Bei zwei PSD ungleich anziehen. Beide Hälften müssen gleichmäßig am Pfosten anliegen, sonst trägt eine allein.
  • Das Bohrloch nicht ausblasen. Kostet Haltekraft.
  • Nur zwei der Befestigungslöcher nutzen. Die Platten sind auf gleichmäßige Lastverteilung ausgelegt.

Material und Korrosionsschutz

PSD ist galvanisch verzinkt und in Silber sowie Gold erhältlich. PSP DX trägt eine Z275MAC-Beschichtung – eine Legierung aus Zink, Magnesium und Aluminium. Sie bildet an Schnittkanten eine Schutzschicht aus und ist dort robuster als reine Zinkauflage.

Für dauerhaft nasse Einbaulagen bleibt eine feuerverzinkte Reihe die erste Wahl; im C-Sortiment ist das keine der beiden. Wer einen tragenden Pfosten im Spritzwasserbereich setzt, sollte die feuerverzinkten U-Reihen prüfen.

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